Verein Prälatenhaus
Verein zur Erhaltung und Revitatlisierung des Prälatenhauses
© Verein Prälatenhaus 2026
Geschichte des
Prälatenhauses
Von Dr. Horst Schweigert (ⴕ)
Das in unmittelbarer Nähe zur Westfront der
Wallfahrtskirche Maria Straßengel am Berg- abhang
errichtete sogenannte „Prälatenhaus“ bildet mit
seinem pittoresken Aussehen einen markanten
nordwestlichen Abschluss mit dem aus
Wallfahrtskirche, Propstei und Taverne
(„Kaisergebäu“) bestehenden Bauensemble am
Straßengler Kirchberg. Die exponierte Lage des
„Prälatenhauses“ bietet ein beeindruckendes
Panorama über die Koralm und Gleinalm, über das
Gratweiner Tal und das Murtal bis hin zum
Schöckelgebiet.
Bereits Abt Ludwig II. Crophius Edler von
Kaiserssieg – er regierte von 1823 bis 1861 als 46.
Abt des Stiftes Rein – hatte in einem Vortrag über
die „geschichtlichen Denkwürdigkeiten von
Straßengel“, gehalten am 24. März 1858 in der
allgemeinen Versammlung des Historischen Vereins
für Steiermark, auf den „schönen Wohnsitze“ der
Reiner Äbte hingewiesen und „das wunderliebliche
Landschaftsbild, dessen Anblick man von dessen
Corridor aus genießt“, gerühmt.[1]
Das auch als „Neugebäude“ bezeichnete
„Prälatenhaus“ – diese Benennung geht vermutlich
darauf zurück, dass es als letztes der am Kirchberg
bestehenden Gebäude „errichtet“ wurde – diente
als Sommersitz der Äbte von Stift Rein und war
ebenso Alterssitz der Äbte nach ihrer Resignation,
so z. B. von Abt Blasius Hilzer (reg. 1629 bis 1643);
auch stand es Gästen zur Verfügung, wie u. a. dem
Pfarrer Thomas Dollar aus Ungarn, der von 1748 bis
zu seinem Tod im Jahr 1769 hier lebte.[2]
Bewohnt war das „Prälatenhaus“ lange Zeit jedoch
nicht von geistlichen Würdenträgern, sondern auch
von Privatleuten, wie es aus einem Mietvertrag aus
dem Jahr 1919 hervorgeht; ein „gewisser Kapitän
Müller sicherte sich für 30 Jahre … das Mietrecht“[3],
dessen Nachkommen noch bis 1992 Mieter waren.
Während dieser Zeit war das „Prälatenhaus“ für die
Öffentlichkeit kaum zugänglich und auch der
Bauzustand wurde immer desolater.
Nach dem Auszug der letzten Mieter stand das
Gebäude leer und verfiel langsam. Erst durch die
Besitzübergabe an das Ehepaar Brunhilde und
Peter Manfred Meder im Jahr 2000 gelang es, nicht
nur den mittlerweile katastrophalen Bauzustand zu
beheben, sondern auch dem „Prälatenhaus“ einen
öffentlichkeitsbezogenen Zweck zuzuführen; und
mit der Gründung des Vereins „Prälatenhaus“ im
Jahr 2006 scheint die Weiterführung der Sanierung
und Renovierung gesichert. Die jahrzehntelange
Verwahrlosung des „Prälatenhauses“ hatte infolge
von Durchfeuchtung, Mauerwerksausbrüchen und
Verwurzelungen (hervorgerufen insbesondere
durch einen massiven Efeubewuchs an der
Eingangsfront) sowie durch einsturzgefährdete
Decken zu schwerwiegenden Schäden der
Bausubstanz geführt.
Im Zusammenhang mit der von den neuen
Besitzern und mit finanzieller Unterstützung der
Öffentlichkeit und des Eigentümers Stift Rein
erfolgten Sanierung und Revitalisierung[4] ergeben
sich neue baugeschichtliche Erkenntnisse, die
sowohl die Bausubstanz als auch die
Innenausstattung betreffen. Während die ältere
Literatur über Straßengel eine Entstehungszeit des
„Prälatenhauses“ ganz allgemein im 17. Jahrhundert
annahm[5], und die neuere Forschung das Gebäude
„um 1680“[6] oder „um 1680/1685“[7] bzw. „vor
1681“[8] und nach „1684“[9] datierte sowie die
Errichtung des Baus mit „1668“[10] zu präzisieren
versuchte, konnte im Zuge der
Revitalisierungsarbeiten der Nachweis einer
allseitigen, z. T. bis zum First hochgehenden
spätgotischen Bausubstanz erbracht werden, die
durch ein abgefastes steinernes Fenstergewände
und ein ebenfalls abgefastes Korbbogen-Steintor an
der Nordseite des „Prälatenhauses“ sichtbar
gemacht wird. Auf diese von der Forschung bislang
unbeachtete Tatsache einer spätgotischen Bauzeit
hatte bereits Marianne Gerstenberger in ihrer
instruktiven Monographie über die Wallfahrtskirche
Maria Straßengel hingewiesen[11]; diesen wichtigen
baugeschichtlichen Hinweis griff in der Folge auch
Hugo Mirsch in seiner Publikation über die
Marktgemeinde Judendorf-Straßengel auf[12].
Aus der Sicht der neuen Erkenntnisse des
Baubefundes ergeben sich für das „Prälatenhaus“
drei Bauphasen: Der erste, ursprünglich
spätgotische Bau wurde vermutlich von Abt
Wolfgang (reg. 1481 bis 1515) als Benefiziatenhaus
im Zusammenhang mit der Errichtung der um den
Kirchhof angelegten Wehrmauer erbaut. Das
Gebäude, das auch als der Kirche vorgelagertes,
massives Bollwerk dienen sollte, entstand
wahrscheinlich gleichzeitig mit dem 1493/1494
erfolgten Bau des Propsteigebäudes. Diese
spätgotische Bauphase dokumentieren neben der
bereits erwähnten Fensteröffnung und dem
Korbbogen-Steintor an der nördlichen Außenseite
zwei trichterförmige Fensterlaibungen an der
Innenwand des südwestlichen Eckraumes, Reste
des ursprünglichen Außenputzes neben dem
Korbbogen-Steintor sowie das aus Bruchstein
gefügte, im Untergeschoß sichtbar gemachte und z.
T. bis zum Dachfirst reichende Mauerwerk; weiters
wurde der spätgotische Kamin in den barocken
Dachstuhl einbezogen.
Eine zweite Bauphase erfolgte durch Abt Balthasar
Stieber (reg. 1643 bis 1673), der das Gebäude als
Sommerprälatur umbauen ließ. Als Baumeister wird
der aus Mailand stammende Domenico de Bianco
vermutet, der 1635 in Graz heiratete und 1663 hier
verstarb.[13] Bianco, für den Arbeiten in Graz-
Straßgang und im Stift Rein nachweisbar sind,
erhielt 1652 für ungenannte Arbeiten in Straßengel
einen Restbetrag von 200 fl.; es ist dies eine
Geldsumme, die auf einen größeren Auftrag,
möglicherweise auf den Umbau des
„Prälatenhauses“, schließen ließ.[14]
Die Vollendung dieses Umbaues erfolgte jedoch
erst fünf Jahre nach Biancos Tod; der
Datierungshinweis dafür ist mit der Jahreszahl
„1668“ an einem im Dachboden befindlichen
Trambalken eingeschnitten.[15]
Unter Abt Alanus Matt (reg. 1684 bis 1696) fand
unmittelbar nach seinem Amtsantritt die dritte,
gravierendste Bauphase statt. Der Abt veranlasste
den Anbau des dreigeschossigen Arkadenganges –
die von Georg Matthäus Vischer im Jahr 1681
veröffentlichte Kupferstichansicht des Straßengler
Kirchberges zeigt das „Prälatenhaus“ noch ohne
Arkaden[16] – und initiierte die Vergrößerung des
Dachstuhls sowie die Fassadengestaltung;
außerdem kam es zur Erneuerung der
Innenausstattung, wobei u. a. der „Prunkraum“
seine dekorative Stuckdecke erhielt. Zeitgemäß und
attraktiv war die Gestaltung der
Fassadendekoration: Sie besteht aus einem System
von verschiedenen geometrischen Feldern, die in
den Putz vertiefte Zierformen – wie horizontal und
vertikal angeordnete, oblonge Rechtecke mit
einspringenden, gerundeten oder gekanteten Ecken
– aufweisen. Es ist dies ein vom St. Lambrechter
Stiftsbaumeister Domenico Sciassia
(1599/1603–1679) am Westtrakt des
Benediktinerklosters St. Lambrecht erstmals in der
Steiermark zur Anwendung gebrachtes spezifisches
Dekorationssystem, das in der Folgezeit
insbesondere durch die Grazer Hofbaumeister
Domenico Orsolino und Bartholomäus Ebner (um
1645–1716) an ihren Palaisbauten und
Bürgerhäusern zur dominanten
Fasssadendekoration wurde. Im Konnex mit der
baulichen Umgestaltung und Neufassadierung
nahm Abt Alanus Matt auch eine gänzliche
Erneuerung der Innenausstattung vor. Sein Wappen
in der mit Akanthuslaub skulptierten, ursprünglich
bemalten Sandsteinbekrönung über dem Rechteck-
Steintor der Eingangsfront weist ihn als Mäzen und
Initiator dieser Aktivitäten aus. Gemeinsam mit der
noblen Fassadengestaltung bildet der gleichzeitig
gefertigte, mit Blendfeldern beschnitzte und mit
kunstvollen Beschlägen – wie mit eingerollten, z. T.
vegetabil geformten Bändern, Ziehgriffen und
verziertem Schloss – ausgestattete Türflügel ein
dekoratives Entree in das „Prälatenhaus“. Ein an der
Innenseite des Schlosses angebrachter,
federngeschmückter „Indianerkopf“, der als
exotisches bzw. als apotropäisches, Unheil
abwehrendes Symbol zu deuten ist, verleiht der
Eingangstüre eine ikonographische Aussage. Um
die Innenausstattung nach seinen Wünschen
ausführen zu können, nahm der Abt einige bauliche
Maßnahmen vor. So wurden die an der Nord- und
Nordostseite vorhandenen großen
Fensteröffnungen zum Teil vermauert und im
Zusammenhang mit der Errichtung des
Arkadenvorbaus einige Türstöcke eingefügt. Dabei
wurden die auf den Vorgängerbau Abt Stiebers
zurückgehenden, mit Hermenpilastern gegliederten
Türstöcke wieder verwendet und mit neuen,
vermutlich aus dem Stift stammenden Türblättern
versehen.
Ebenso beließ man im Eckraum des
Mittelgeschosses – er wird heute als Atelier
verwendet – eine dem Vorgängerbau angehörende,
qualitätsvolle Holzbalkendecke, an deren Mitteltram
eine in filigraner Kerbschnittausführung,
künstlerisch bemerkenswerte Rosette zu sehen ist.
Für die Ausschmückung der meisten Räume – der
Eckraum des Obergeschosses ist davon
ausgenommen – verwendete man eine von
Stuckleisten gerahmte, ähnlich der Fassadenzier
aus geometrischen Formen gestaltete
Feldergliederung. Weiters erhielt der
Weichholzbretterboden eine aus den Farben Rot
und Schwarz bestehende dekorative Bemalung,
deren erhaltene Reste Rautenmuster mit
Lilienmotiven oder aneinander stoßenden Kreisen
zeigen. Künstlerischer Höhepunkt des
Ausstattungsprogrammes des Abtes Alanus Matt
war die Stuckierung des westlichen Ecksaales im
Obergeschoß. Zu diesem Zweck musste der große
Mitteltram der vorhandenen Holzbalkendecke mit
seiner „1668“ datierten Sichtseite in den Dachboden
gewendet werden. Die kompositorische Gestaltung
dieser Stuckdecke entspricht noch der überlieferten
frühbarocken Aufteilung mit einem dominierenden
Feld als Zentrum und begleitenden kleinteiligen
Kartuschen, wobei für die Ausführung eine
plastische Modellierung und scharf profilierte
Umrisse charakteristisch sind. Der im Straßengler
„Prälatenhaus“ tätige Stukkateur versuchte jedoch
die plastischen Formen zu verschleifen und
verwendete als Dekorationsornament bereits das
ab 1690 aktuell gewordene Akanthusblatt: Dessen
groß gefiederte Blätter umspielen den
Wulstrahmen des Mittelfeldes sowie die an den
Enden eingerollten Kartuschen und wachsen aus
Muschelhörnern heraus. In den vier Ecken agieren
schwebende Puttopaare als Träger des Rahmens
oder sie ziehen Blattgirlanden über zwei geöffnete
Muschelschalen, in deren Zentrum drei Granatäpfel
platziert sind. Für die religiöse Bildersprache der
Barockzeit hatten sowohl die Muschel als auch der
Granatapfel und die Zahl „Drei“ symbolische
Aussagen: So verweisen die beiden Schalen der
Muschel auf das Alte und Neue Testament und
deuten gleichzeitig auf die Menschwerdung
Christi.[17] Der Granatapfel bezieht sich als
mehrdeutiges Zeichen auf Maria und gilt auch als
Symbol der Freigiebigkeit[18], während die Zahl
„Drei“ das Sinnbild der Heiligen Dreifaltigkeit ist.
Obwohl der ausführende Stukkateur dieser
qualitätsvollen Stuckdecke bislang unbekannt ist,
lässt sich auf stilkritischer Basis der Künstler
eruieren. Aufgrund des dekorativen
Formenapparates und der Verwendung des
Akanthusblattdekors sowie der bildhauerischen
Ausformung der Putti kann man den seit 1693 in
der Steiermark, im Schloss Hainfeld, nachweisbaren
und 1721 in Graz verstorbenen Domenico Boscho
als Meister der Straßengler Stuckdecke namhaft
machen. Insbesondere der stilkritische Vergleich
mit den von Domenico Boscho[19] signierten und
datierten Stuckierungen in den Eckzimmern des
Osttraktes von Schloss Hainfeld (1693) und in den
beiden Westkapellen der Stiftskirche von Vorau
(1700) zeigt eine z. T. ins Detail gehende, analoge
Gestaltung. Hinsichtlich der künstlerischen Qualität
gehört die um 1696 entstandene und nach der
Mitte des 19. Jahrhunderts polychromierte
Stuckdecke im „Prälatenhaus“ zu den besten
Leistungen des hochbarocken Stuckhandwerks in
der Steiermark. Mit der Aufstellung eines dem
„Prunkraum“ entsprechenden Kachelofens
beendete Abt Alanus Matt sein aufwändiges
Ausstattungskonzept. Der monumentale, bis zur
Decke reichende, zweigeschossige Ofen mit grün-
schwarz glasierten und mit Blendfeldern
akzentuierten Kacheln besitzt im Obergeschoß
freistehende, den polygonalen Ofenkörper
einfassende Balustersäulchen. Geflügelte
Puttoköpfe zieren die Ecken des Ofens, dessen
Meister unbekannt ist und dessen Entstehung in die
Regierungszeit des Abtes Alanus Matt anzunehmen
ist.[20]
Zwei weitere Kachelöfen – ein vor 1750 zu
datierender, blauglasierter und ein um 1800
entstandener, ockerfarben glasierter Ofen – wurden
in den Eckräumen des Obergeschosses bzw. des
Mittelgeschosses nachträglich aufgesetzt. Eine
letzte Ausstattungsphase erfolgte schließlich durch
Abt Ludwig II. Crophius Edler von Kaiserssieg, der
sich vehement für die Restaurierung der
Wallfahrtskirche und der Gebäude am Kirchberg
einsetzte. So veranlasste er u. a. eine dekorative
Ausmalung fast aller Plafonds des „Prälatenhauses“
mit Blumenbuketts und mit Streublumendekor
sowie mit Kartuschen im Rokokostil. Die Freilegung,
Ergänzung und Restaurierung der duftig und zart
gemalten Blumenwiedergaben und einer
architektonischen Wandgliederung ist derzeit im
Gange. Gleichzeitig ließ der Abt in den vier
Kartuschen des „Prunkraumes“ Ansichten der
Wallfahrtskirche von Straßengel und von Stift Rein
in sepiafarbener Grisaillemalerei einfügen. Die
Darstellungen zeigen einen Bildstock des
Pilgerweges, das Eingangstor mit dem Turm der
Wallfahrtskirche, den Straßengler Kirchberg vom
Ort aus gesehen und das Zisterzienserstift Rein.
Die subtil und stimmungsvoll gemalten
Darstellungen weisen eine beachtliche
künstlerische Qualität auf; ihr Schöpfer wird
urkundlich nicht überliefert bzw. ist noch nicht
namhaft gemacht worden. Doch lässt sich auch in
dieser unbeantworteten Frage aufgrund der
kompositorischen Kriterien und der malerischen
Ausführung der Künstler stilkritisch bestimmen. Es
handelt sich ohne Zweifel um den 1798 in Wien
geborenen und 1874 in Graz verstorbenen Johann
Nepomuk Passini, der die Akademie der Bildenden
Künste in Wien absolvierte, wo er sich auf das
Landschaftsfach spezialisierte; Passini war auch als
Kupferstecher und als Lithograph tätig. Im Jahr
1852 übersiedelte Passini nach Graz und erhielt hier
die Stelle für „freie Handzeichnung“ am
Realgymnasium. Während seines Aufenthaltes in
Graz entstanden u. a. zahlreiche Zeichnungen,
Lithographien und Aquarelle mit Ansichten der
Wallfahrtskirche von Straßengel und des Stiftes
Rein.[21] Das 1857 entstandene Aquarell mit der
Wiedergabe des Eingangstores zur
Wallfahrtskirche[22] und die gleichzeitig
lithographierte Darstellung des Straßengler
Kirchberges[23] entsprechen hinsichtlich
Komposition und malerischer Gestaltung den
analogen Darstellungen an der Stuckdecke des
„Prälatenhauses“. Der kunstsinnige Abt besaß auch
das Original der lithographierten Ansicht des
Straßengler Kirchberges und dürfte Passini und
dessen Werke sehr geschätzt haben. Es ist daher
naheliegend, dass Abt Ludwig um 1857 den Maler
Johann Nepomuk Passini, den damals
prominentesten Landschaftsmaler in der
Steiermark, mit der Ausführung der vier Ansichten
im „Prälatenhaus“ betraute. So weist sich das
„Prälatenhaus“ am Straßengler Kirchberg sowohl in
baulicher Hinsicht als auch bezüglich seiner
küntlerisch bedeutenden Ausstattung als ein
kulturelles „Juwel“ aus, dessen Erhaltung ein
„wesentlicher Bestandteil unserer
Kulturlandschaft“[24] ist. Das Land Steiermark hat
aus diesem Grund das „Prälatenhaus“ mit der
Auszeichnung „Steirisches Wahrzeichen 2007“
bedacht und somit auch dem Ehepaar Meder für ihr
unermüdliches Wirken zur Erhaltung dieses
Gebäudes Dank ausgesprochen.[25]
[1] Abt Ludwig Crophius, Vortrag über die
geschichtlichen Denkwürdigkeiten von Straßengel;
gehalten in der allgemeinen Versammlung des
historischen Vereines für Steiermark am 24. März
1850 von dem Vereins-Direktor Ludwig, Abten zu
Rein. In: Mitteilungen des historischen Vereines für
Steiermark 8 (1858), 109.
[2] Ebda.
[3] Walter Močnik, Sogar Diebe erkannten Wert des
Neugebäudes. In: Die Kronen-Zeitung vom 17. Mai
2000, 41.
[4] Siehe dazu die Dokumentation der
Revitalisierung vom Baumeister und
Zimmermeister Ing. Herbert Majcenovic, datiert mit
Dezember 2000. BDA Graz, Geschäftszahl
29.182/9/2000.
[5] Karl Weiss, Die gothische Kirche zu Straßengel in
Steiermark I. Geschichtliches. In: Mittheilungen der
Kais. Königl. Central-Commission zur Erforschung
und Erhaltung der Baudenkmale III. Jg. (1858), 100.
[6] Karl Kafka, Wehrkirchen Steiermarks, Wien 1974,
74.
[7] Kurt Woisetschläger, Das Kunstschaffen im
Bereich des Klosters Rein. In: Stift Rein 1129–1979.
850 Jahre Kultur und Glaube. Festschrift zum
Jubiläum, Rein 1979, 94.
[8] Eberhard Hempel/Eduard Andorfer, Dehio
Steiermark (Dehio Handbuch. Die Kunstdenkmäler
Österreichs), 4Wien 1956, 285.
[9] Kurt Woisetschläger/Peter Krenn, Dehio
Steiermark (Dehio Handbuch. Die Kunstdenkmäler
Österreichs), Wien 1982, 550.
[10] P. Clemens Brandtner, Die Geschichte der
Wallfahrtskirche Maria Straßengel, St. Bartholomä
1993, 43.
[11] Marianne Gerstenberger, Die Wallfahrtskirche
Maria Straßengel (Begegnung mit Straßengel.
Mitteilungen des Vereines der Freunde von Maria
Straßengel Nr. 8, Juni 1985, Judendorf-Straßengel
1985), 49.
[12] Hugo Mirsch, Die Geschichte der
Marktgemeinde Judendorf-Straßengel, Judendorf-
Straßengel 1999, 182.
[13] Zur Biographie und zum Œuvre Biancos siehe
Dankwart Trier, Artikel „Bianco, Domenico de
(Bianchi, Dominicus)“. In: K. G. Saur, Allgemeines
Künstler-Lexikon 10, München-Leipzig 1995, 441.
[14] Rochus Kohlbach, Die Stifte Steiermarks, Graz
1953, 132: Rochus Kohlbach, Steirische Baumeister.
Tausendundein Werkmann, Graz 1961, 141, 420,
Abb. 92.
[15] Den Hinweis auf die Jahreszahl „1668“ lieferte
erstmals Gerstenberger, a.a.O. (wie Anm. 11), 43.
[16] Siehe Georg Matthäus Vischer, Topographia
Ducatus Stiriae 1681, Nachdruck nach den
Originalen im Besitze der Steiermärkischen
Landesbibliothek, des Steiermärkischen
Landesarchivs und der Universitätsbibliothek Graz,
hrsg. und mit einem Nachwort versehen von Anton
Leopold Schuller 2. Bd., Graz 1975, Stich 415. [17]
Siehe N. N., Artikel „Muschel“. In: Lexikon der
christlichen Ikonographie 3: Allgemeine
Ikonographie, Rom, Freiburg, Basel, Wien 1971, Sp.
300.
[18] Siehe C. Dutilh, Artikel „Granatapfel“. In:
Lexikon der christlichen Ikonographie 2: Allgemeine
Ikonographie, Rom, Freiburg, Basel, Wien 1970, Sp.
198 f.
[19] Zur Biographie und zum Œuvre Boschos siehe
Annedore Dedekind-Lumnitzer, Artikel „Boscho
(Bosco; Poscho; Poschuo; Wotschkä), Domenico
(Dominicus; Johannes Dominicus)“. In : K. G. Saur,
Allgemeines Künstler-Lexikon 13, München, Leipzig
1996, 173.
[20] Ein im Aufbau ähnlicher, zeitgleicher
Kachelofen befindet sich in Zürich, Schweizerisches
Landesmuseum. Siehe Rosemarie Franz, Der
Kachelofen. Entstehung und kunstgeschichtliche
Entwicklung vom Mittelalter bis zum Ausgang des
Klassizismus (Forschungen und Berichte des
Kunsthistorischen Instituts der Universität Graz I),
Graz 1969, Tafel 8.
[21] Siehe dazu Katalog der Ausstellung „Johann
Nepomuk Passini 1798–1874. Gemälde und Grafik“.
Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum
gemeinsam mit dem Stadtmuseum Graz, vom
23.7.–28.8.1983, Graz 1983, Katalognummern 226,
231, 233, 241–243, 246.
[22] Vgl. Katalog „Johann Nepomuk Passini“, a.a.O.
(wie Anm. 21), Kat. Nr. 233, Abb. 37.
[23] Tonlithographie, bezeichnet „Wallfahrtskirche
Maria Straßengel“ und „Das Original befindet sich
im Besitze des Hochwürd. Herrn Ludwig Crophius
Edl. v. Kaiserssieg Abt zu Rein“. Siehe Katalog der
Ausstellung „Die fromme Grazer Pilgerschaar …“,
Stadtmuseum Graz, vom 24. Juni bis 24. Juli 1981,
Graz 1981, Kat. Nr. 98, Titelbild.
[24] Johann Seitinger, Vorwort zur Broschüre
„Steirische Wahrzeichen 2007“, Graz 2007, 3.
[25] N. N., Sommerprälatur Meder. In: Steirische
Wahrzeichen 2007, Graz 2007, 10. Der Verein
„Prälatenhaus“ dankt dem Bild- und Tonarchiv am
Landesmuseum Joanneum für die
Bilddokumentation des „Prälatenhauses“.